„Honig im Kopf“ – Was tun bei Demenz?

 

Es geschieht langsam und zuerst kaum merkbar. Sie vergessen hier und da mal etwas, ist ja normal. Dann passiert das immer öfter, sie vergessen auch Termine und Handlungen. Ist aber auch klar, man wird schließlich älter. Das ist alles auch noch kein Problem für ein selbständiges Leben. Doch wenn Sie sich zunehmend desorientiert fühlen und Stimmungsschwankungen unterliegen, kann es sein, dass Sie an einer Demenz leiden. Aber keine Angst, Sie sind dem nicht hilflos ausgeliefert.

 

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungen, die mit einem Verlust geistiger Funktionen wie Erinnerung, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten verbunden sind. Am häufigsten vertreten ist die Alzheimer-Demenz, die durch eine Störung des chemischen Gleichgewichtes im Gehirn verursacht wird. Nicht nur Sie als Betroffene, auch Ihre Angehörigen fühlen sich bei Demenz verständlicherweise überfordert. Soll der Vater schon ins Heim, er ist doch noch ziemlich fit. Aber wie soll man es schaffen, sich neben der Arbeit zu kümmern? Wo kann man Hilfe finden? Meist will zunächst auch keiner wahr haben, dass etwas nicht stimmt. Und Sie als Betroffene finden das sowieso nicht. Wieso sollten Sie auf einmal eine Putzhilfe brauchen, das haben Sie doch bisher auch immer selbst geschafft. Und wieso kontrollieren Ihre Angehörigen Sie eigentlich andauernd?

 

Verlieren Sie nicht den Mut und versuchen sie – als Betroffene oder auch Angehörige - Ruhe und eine positive Einstellung zu bewahren. Auch eine Demenz lässt sich bewältigen. Es gibt Ärzte und Beratungsstellen, die Sie darüber informieren, welche Behandlungsmethoden angebracht sind. Bei der Alzheimer-Demenz können sogenannte „Antidementiva“ den geistigen Zustand verbessern und die Symptome mildern. Wichtig ist, dass Sie als Betroffene sich - möglichst früh –fordern, aber nicht überfordern. Aktivierende Tätigkeiten wie Wandern oder Tanzen, Physio- und gezielte Ergotherapie können Ihnen dabei gut helfen. Suchen Sie Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen und versuchen Sie, soviel wie möglich eigenständig zu erledigen. Wenn Sie Angehörige sind gilt: Das Wichtigste ist ein konsequenter, aber vor allem verständnis- und liebevoller Umgang. Gemeinsam schaffen Sie das!

 

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